Mit 13 saß ich am …
… prasselnden Lagerfeuer und lauschte gebannt den voller Innbrunst vorgetragenen Reinhard Mey- und Hannes Wader-Interpretationen unseres Feriencampleiters Wolfgang.
Die magische Stimmung der lauen Sommernacht verzauberte mich und als ich wieder zu Hause war, wollte ich auch unbedingt das Gitarrespielen erlernen.
So kam in die alte Klampfe meiner Mutter wieder Leben, als ich die ersten Akkorde auf ihr zupfte. Später lernte ich bei Lehrern dann Techniken aus Blues, Flamenco und Klassik.
Besonders prägte mich eine Erfahrung, bei der ich bei meinem frühen Gitarrenlehrer Timothy daheim im Wohnzimmer Lieder aufnahm, die er dann auf CD brannte. Dieses intime für mich selbst Einspielen von eigenen Liedern begleitete mich ab da sehr eng auf meinem weiteren Weg.
Zunächst aber …
… begann eine Zeit, in der ich die Grundlagen anderer Instrumente erlernte, wie zum Beispiel Klavier, Bass und Schlagzeug. Ich bildete mich weiter in Gehörbildung, Gesang und Musiktheorie. Fortwährend schrieb ich Songs.
Ich war Teil verschiedener Bands, bevor ich schließlich ein Soloprogramm entwickelte, mit dem ich regelmäßig auftrat.
Ich war getrieben von der Vorstellung, mit meiner Musik größer und erfolgreicher zu werden. Ich optimierte mein Programm und entwickelte Figuren wie z. B. „Julio”, eine Mischung aus spanischem Gitarrero und Mr. Bean.
Jedoch stieg ich nach einem Abend mit besonders viel Publikum und stürmischem Applaus von der Bühne und fühlte eine seltsame Leere in mir. Dieses Gefühl zusammen mit dem Fakt, dass unser viertes Kind kurz vor der Ankunft stand, bewegten mich zum Beenden meiner aktiven Musikertätigkeit.
Erst 9 Jahre später …
… nahm ich wieder Musik auf. Mein Leben hatte sich grundlegend verändert. Wir waren als Familie von Berlin nach Schweden ausgewandert und wohnten nun einsam und abgeschieden in der Natur.
Kurz zuvor hatte ich herausgefunden, dass ich mich als Kind unbewusst vom Linkshänder zum Rechtshänder umgeschult hatte. Ich begann eine mühsame Rückschulung, bei der ich auch 18 Jahre Gitarrenspiel aufgab und bei Null anfing.
In meinem Studio daheim in Schweden spiele ich nun immer wieder eigene Lieder ein und veröffentliche sie von Zeit zu Zeit. Es geht mir nunmehr reinweg um meine ganz eigene, künstlerische Entfaltung. Was ich fühle, wird zu Melodie, Text und Ausdruck. Ich möchte authentische, handgemachte Musik in die Welt senden. Abgüsse von Teilen meiner Seele.
Ziel ist, in den nächsten Jahren wieder mit dem Konzertespielen zu beginnen und eine Gruppe von Fans und Unterstützern aufzubauen, um mich der Musik regelmäßiger und gezielter widmen zu können.
Du findest meine Musik auf allen gängigen Musikplattformen (außer Spotify, die finde ich ziemlich blöd). Wenn du mehr über mich und meine Musik erfahren möchtest, besuche TIEFESONGS.DE
Du kannst mir auch auf Bandcamp folgen:
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